Herzlichen Glückwunsch, katholische Kirche, zur menschenverachtendsten und zynischsten Öffentlichkeitsarbeit, die man sich denken kann!!! Zumindest schießt man sich vor lauter geiferndem religiösem Eifer und menschenverachtendem blinden Fundamentalismus gehörig selbst ins Bein!! Glückwunsch! Einen solchen tiefen Treffer muß man erst einmal zustandebringen!!
Fotos und Impressionen von Kurzreisen durch das Morgenland (Israel, Palästinensische Gebiete etc.). Gedanken und Eindrücke aus weiteren Besuchen im Heiligen Lande. Information und Meinungskampf.
Über mich
- X. B. Liebig
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- Humanist vielleicht und vielleicht liberal; Menschenfreund im Allgemeinen; reflektierend; angeborener Gerechtigkeitssinn
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Freitag, 29. Juni 2012
Montag, 25. Juni 2012
Mursi neuer Präsident Ägyptens
Endlich, DER Schritt zur Demokratisierung Ägyptens ist vollbracht!
Die ARD zeigt weinende, bärtige Männer, die auf dem Tahrirplatz über den Wahlsieg jubeln. Viele bärtige Männer. Und eine Frau wird interviewt, die neben dem selbstverständlichen schwarzen Gewand und Kopftuch auch schwarze Handschuhe trägt. Sie freut sich in die Kamera über den ersten islamischen Präsidenten, der, nach ihren Worten, so gut zu den Armen sein wird! Der ARD-Korrespondent schwafelt von Demokratisierung und blablabla.
Die ARD zeigt weinende, bärtige Männer, die auf dem Tahrirplatz über den Wahlsieg jubeln. Viele bärtige Männer. Und eine Frau wird interviewt, die neben dem selbstverständlichen schwarzen Gewand und Kopftuch auch schwarze Handschuhe trägt. Sie freut sich in die Kamera über den ersten islamischen Präsidenten, der, nach ihren Worten, so gut zu den Armen sein wird! Der ARD-Korrespondent schwafelt von Demokratisierung und blablabla.
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Donnerstag, 21. Juni 2012
Israelisches Berlin - Israelisch-iranische Freundschaften in der deutschen Hauptstadt
nachdem ich mich bereits vor einiger Zeit dem größtenteils unbemerkten vibrierenden kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Israel gewidmet habe, hat auch die Deutsche Welle eine Reihe von interessanten Artikeln zu diesem Thema herausgebracht:
Eine persönliche Reise
Freier Kopf - mehr Freiraum für Künstler
Mehr als ein Auslandsstudium
Unkoscheres Nachtleben
Koschere Nächte sind lang
Berlin - das Tel Aviv an der Spree
Junge Israelis in Berlin
Junge Israelis erobern das Berliner Nachtleben
Einzigartig: der Iranian-Israeli Circle in Berlin
Meschugge nach Berlin
Die boomende jüdische Partyszene Berlins
Suche nach Freiheit und Erfolg - Warum viele Israelis in Berlin eine neue Heimat gefunden haben
Habait – Israelische Kultur in Berlin
Brezel Bar in Berlin
Bericht der Jerusalem Post
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Sonntag, 17. Juni 2012
Sicherheit als Illusion
In Israel ist Sicherheit ein großes Thema, vielleicht sogar eines der beim Besuch des Landes als Ausländer dominierendsten und ungewöhnlichsten Themen des israelischen Alltags. Es ist plausibel, daß vor dem israelischen Hintergrund Sicherheit wichtig ist. Man wird dauernd kontrolliert: natürlich im Flughafen, aber auch dem Betreten öffentlicher Gebäude, von Supermärkten, Einkaufszentren, Busbahnhöfen, Bahnhöfen. Die Intensität hängt von der gegenwärtigen Intensität des Konfliktes ab, ist er gerade etwas heißer, so wird man auch beim Betreten von Restaurants und Kneipen kontrolliert. Zurzeit ist die Lage ziemlich entspannt, die Kontrollen sind oft lasch oder finden gar nicht statt, indem der Sicherheitsbeamte (meistens sind es Männer) die Betretenden einfach eintreten läßt. Manchmal will man aber auch den Paß sehen und selten trifft man übereifrige Sicherheitsbeamte, die im Fotografieren von Bahnhöfen oder anderen öffentlichen Gebäuden Terrorismus wittern und entsprechend mit dem Verlangen der Herausgabe des Passes und einem kleinen Standverhör reagieren. Eine Frage, die für den deutschen Durchschnittsbürger eigenartig bis lustig wirkt, ist diese: „? יש נשק “ („jesch neschek?“). „? יש נשק “ heißt nichts anderes als „Hast Du eine Waffe bei Dir?“ – nun, und diese Frage wird früher oder später lustig für das deutsche Ohr. In heiterer Stimmung bin ich manchmal gar fast geneigt, das Experiment einer positiven Antwort zu geben: „Natürlich, ich habe ein Flaggeschütz in meiner Hosentasche!“
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Mittwoch, 13. Juni 2012
Über die Zukunft des Zionismus
bestehen in Israel und anderswo geteilte Meinungen, manche (nicht in Israel lebende) Juden sind extrem kritisch.
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Sonntag, 10. Juni 2012
Die Mad-Jew-Disease
, was es auch immer ist, wird hier erklärt.
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Donnerstag, 7. Juni 2012
Der Kampf um Syrien
Der Kampf in Syrien ist auch der Kampf um Syrien, um die Zukunft des religiös vielfältigsten arabischen Landes. Ein Bürgerkrieg. Es ist bis in die Massen- und Boulevardmedien vorgedrungen, daß neben den USA Saudi-Arabien und Katar den (offensichtlich sunnitischen) Rebellen kräftig Waffen und Geld für den Kampf gegen den schiitischen Assad zur Verfügung stellen (andererseits aber abgedankten Diktatoren Asyl gewährt - tja, tja, wie paßt das bloß zusammen??? Und der Teufel Rußland liefert der anderen Seite ebenfalls Waffen - zum Teufel, was trauen die sich nur???). Das Geld ist vom Westen gezahlt für arabisches Öl und Gas, d.h. daß dies ein Beispiel dafür darstellt, wie die Ausgaben für unsere importierte Energie ihren Weg zur "Vertretung" politischer und religiöser Interessen im Nahen Osten finden. Eine offene Unterstützung der Rebellen durch Katar und Saudi-Arabien ist verständlich, folgerichtig und vielsagend, die offene Unterstützung durch die USA dagegen läßt, rational betrachtet, verwundern, wofür es aber auch Erklärungen gibt. Und daß die Aufständischen mit allen Wassern gewaschen sind und selbst nicht zwangsläufig verfechter der Menschenrechte sind, haben sie mit ihrem Überfall auf (sicherlich regimetreue, aber) unbewaffnete Journalisten und der Entführung libanesischer schiitischer Pilger redlich gezeigt. Man will hoffen, daß diese Begebenheiten keinen Vorgeschmack auf das Schlachten in Syrien geben werden, sollte Assad verlieren. Jedoch ist davon auszugehen, daß die jetzigen Aufständischen in ihrer blinden Wut und ihrem Freudentaumel, sollten sie mithilfe saudischen Geldes und amerikanischer Unterstützung gewinnen, zu skrupellosen Schlächtern werden könnten.
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Montag, 4. Juni 2012
Schmutzige Methoden der israelischen Armee
sind im April 2012 im Zuge der Untersuchungen der Anschuldigungen gegen ein arabisches Parlamentsmitglied ans Licht gekommen. Offensichtlich benutzt die Armee in Zivil getarnte Soldaten bzw. Angehörige der Metzada-Einheit, einer "Antiterror"-Spezialeinheit des israelischen Gefängnisdienstes, um als friedlich geplante Demonstrationen zu eskalieren, was den einzigen Vorwand für ihr Einschreiten und für die Festnahmen von Demonstranten bietet, denn gegen friedliche Demonstranten hat selbst die moralischte Armee der Welt keine Mittel. Sobald sie aber gewaltätig werden, darf und muß sie einschreiten. In diesem Fall - und wahrscheinlich auch in anderen - hat sich die Antiterroreinheit jedoch als Terroreinheit verdingt. Ein schlechtes Omen für die israelische Demokratie... (falls man das Land überhaupt noch als solches bezeichnen kann)
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Samstag, 2. Juni 2012
Israel: Tod den Arabern - mavet la aravim!
Auf hebräisch: "Mavet la aravim!" bzw. wahlweise: Ein guter Araber ist ein toter Araber! Und wenn sie Christen sind, dann verdienen sie doppelt den Tod!
Rufen sie. Immer und immer wieder! Und das seit Jahren, wie mehrfach in den Medien dokumentiert... welch ein Ohrwurm muß das sein...
Fußballfans, Rassisten, Jugendliche.
Rufen sie. Immer und immer wieder! Und das seit Jahren, wie mehrfach in den Medien dokumentiert... welch ein Ohrwurm muß das sein...
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Donnerstag, 31. Mai 2012
Dienstag, 29. Mai 2012
Kontrollmethoden am Flughafen Tel Aviv
Diese Kontrollen, die auf dem Prinzip des vorhersagenden ("predictive") Profiling beruhen, die neben den allgemeinen Sicherheitsbehörden am Flughafen auch v.a. von der israelischen Fluglinie El Al in extremer Weise angewandt wird, wie in einer wissenschaftlichen Untersuchung ausführlich untersucht wurde. Im Zuge der berechtigen Sicherheitsinteressen werden grundlegende Menschenrechte in einer für westliche Demokratien undenkbare Weise geopfert, wie von Betroffenen im Netz dokumentiert. Israelische Menschenrechtsanwälte haben Versuche gestartet, diese Methoden zu auszuschalten, was leider bislang noch nicht erfolgreich war.
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Sonntag, 27. Mai 2012
Lügen der CSU
Wir haben es schon immer gewußt, daß die CSU und ihre Herolde - resp. Berliner Minister - bis über die Zähne in grauester bayrischer Provinzstammtischideologie stecken, die die Lebenswirklichkeit im Rest von Deutschland (noch?) nicht so ganz wahrnimmt, und nun das... Vielleicht war es keine Lüge. Dann ist der Minister offensichtlich nicht (vollständig) Herr seiner Behörde, die vertrauliche Berichte ohne sein Wissen vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin der Springerpresse zustecken. Viel besser ist das auch nicht.
Und er kann's nicht lassen bzw. versteht nichts, nichts, nichts: kostenlose Koranverteilungen qualifizieren seit neuestem zum Angriff auf die Bundesrepublik und die Grenzen sollen sowieso vor dem Pöbel aus dem Osten und Süden geschlossen werden.
Und er kann's nicht lassen bzw. versteht nichts, nichts, nichts: kostenlose Koranverteilungen qualifizieren seit neuestem zum Angriff auf die Bundesrepublik und die Grenzen sollen sowieso vor dem Pöbel aus dem Osten und Süden geschlossen werden.
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Freitag, 25. Mai 2012
Fremdenfeindliche Ausschreitungen in Israel
wurden in den vergangenen Tagen als Resultat von mehreren fremdenfeindlichen Demonstrationen vermehrt gemeldet, v.a. nachdem rassistische Politiker zur Lynchjustiz und anderen Aktionen aufgerufen haben.
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Mittwoch, 23. Mai 2012
Lage der palästinensischen Christen
Deren Lage ist seit Jahrzehnten prekär, wie mehrmals in diesem Blog thematisiert, was mehrere Auswanderungswellen ausgelöst hat (die jedoch schon unter den Ottomanen am Beginn des letzten Jahrhunderts begannen). Diese Lage ist v.a. durch die anhaltenden israelische Besatzung der palästinensischen Gebiete mit all den folgenden einer solchen (Jahrzehnte andauernden) militärischen Besatzung und Entrechtung (wie in diesem Blog aufmerksam verfolgt), jedoch sich nicht durch die Machtergreifung der Hamas hervorgerufen, wie so mancher israelischer Propagandist der Welt glauben machen möchte und dabei offensiv die Pressefreiheit zu beeinträchtigen suchen, jedoch unmittelbare Gegenwehr der palästinensischen Christen erzeugen (hier einige weitere Videos zu diesem Thema).
Montag, 21. Mai 2012
Heißa, auf zur Palästinenserhatz!
Diesem Hobby gehen einige Israels (die nationalreligiösen und vielleicht auch noch andere) oft und mit Inbrunst nach.
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Samstag, 19. Mai 2012
Samariter - religiöse Minderheit im Heiligen Land
Wenn man sich länger mit dem Heiligen Land beschäftigt hat, ist man sich irgendwann sicher, fast alles zu wissen. Dann klickt man sich durch Wikipedia und entdeckt immer wieder neue Aspekte der Vielfalt und der Widersprüche des Heiligen Landes.
Donnerstag, 17. Mai 2012
Der Nakbatag und die Demokratie
Der Nakbatag wird jährlich gleichermaßen von israelischen Arabern wie auch Palästinensern am 15. Mai gedacht ("nakba" heißt auf arabisch "Katastrophe"). Während die israelische Regierung nicht müde wird, die Bedeutung der Katastrophe (hebr. "ha-Schoa") für das jüdische Volk zu betonen (was sehr wichtig ist, da dieses traumatische Ereignis nicht vergessen werden darf) und v.a. zum eigenen Vorteil politisch auszunutzen (was unlauter, unverantwortlich und ein Mißbrauch der Geschichte ist), gesteht genau diese Regierung Anderen, v.a. den Palästinensern, nicht das Gleiche zu, d.h. der Katastrophe für ihr Volk/ ihre Gemeinschaft zu gedenken. Dabei ist die Frage des Vergleichs der beiden Katastrophen, welche schwerer war, vollkommen irrelevant. Das Ausschlaggebende ist die Wahrnehmung des Ereignisses innerhalb der Gemeinschaft und dies ist in beiden Fälle die einer Katastrophe. Die Katastrophen beider großen Bevölkerungsgruppen innerhalb Israels wie auch des jüdischen Israels und der Palästinenser, so verschieden sie sein mögen, müssen der Gerechtigkeit halber in ihrem Vaterland sowohl von der politischen Klasse als auch von beiden gesellschaftlichen Gruppen bzw. beiden politischen Einheiten und Gesellschaften gegenseitig anerkannt werden, sonst kann von Gleichberechtigung und gleicher Teilhabe an einem Staat bzw. einer nachhaltigen Versöhnung keine Rede sein.
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Dienstag, 15. Mai 2012
IDF - die moralischste Armee der Welt
, wie israelische Politiker gern und stolz verkünden, hat mitnichten die Moral, die sie gern haben sollte, wie durch unabhängige Journalisten, die für israelische Menschenrechtsorganisationen arbeiten, und israelische Medien dokumentiert und auch eine Reihe ehemaliger Rekruten bestätigt wird. Diese haben sogar eine eigene Menschenrechtsorganisation gegründet, die in Deutschland unter 'Breaking the Silence' bekannt ist und regelmäßige sowohl hebräisch- als auch englischsprachige Führungen durch Hebron anbietet. (Natürlich verteidigt die IDF den Staat Israel und hat damit in der Gesellschaft eine wichtige Rolle inne. Unter dem Eindruck des langjährigen politischen Konfliktes, der mit zunehmender ideologischer Schärfe ausgetragen wird (siehe die Extremisierung auf beiden Seiten, auf der palästinensischen Seite in Form der Hamas und auf der israelischen Seite in Form des Rechtsrucks in der Gesellschaft, der sich in der gegenwärtigen Regierungsbesetzung deutlich zeigt), hat aber auch diese Armee eine Reihe ihrer ursprünglichen Prinzipien wenn nicht aufgegeben, sodann zumindest erheblich aufgeweicht. Sie ist von einer Verteidigungs- zu einer Besatzungsarmee geworden, mit welchen Grenzüberschreitungen das auch immer verbunden ist. Unter anderem scheint die IDF federführend in der Bekämpfung (israel- und besatzungs-) kritischer palästinensischer Menschrechtsorganisationen zu sein, womit sie - aus demokratischer und rechtsstaatlicher Perspektive - eine sehr bedenkliche Rolle spielt).
Eine moralische Armee attackiert sicherlich nicht friedliche Demonstranten in brutalster Weise oder beschlagnahmt vollkommen willkürlich und ohne jegliche rechtliche Anordnung Privateigentum wehrloser Familien oder erschießen absolut grundlos, einfach beliebig Palästinenser. Eine moralische Armee versucht auch im öffentlichen Interesse nach besten Kräften, Konfrontationen zu vermeiden, anstatt die Mit-Maschinengewehren-Bewaffneten gegen die Steinewerfer zu "schützen" oder gar bis an die Zähne bewaffnet palästinensische Kinder zu jagen oder (friedlichen!) Demonstranten mit Vergewaltigung zu drohen... Und sie scheint mit allen Mitteln zu versuchen, ein gewisses (und allerdings hoffnungslos geschöntes) öffentliches Bild von sich zu erzeugen, was (zum Glück) manchmal nach hinten losgeht...
Eine moralische Armee attackiert sicherlich nicht friedliche Demonstranten in brutalster Weise oder beschlagnahmt vollkommen willkürlich und ohne jegliche rechtliche Anordnung Privateigentum wehrloser Familien oder erschießen absolut grundlos, einfach beliebig Palästinenser. Eine moralische Armee versucht auch im öffentlichen Interesse nach besten Kräften, Konfrontationen zu vermeiden, anstatt die Mit-Maschinengewehren-Bewaffneten gegen die Steinewerfer zu "schützen" oder gar bis an die Zähne bewaffnet palästinensische Kinder zu jagen oder (friedlichen!) Demonstranten mit Vergewaltigung zu drohen... Und sie scheint mit allen Mitteln zu versuchen, ein gewisses (und allerdings hoffnungslos geschöntes) öffentliches Bild von sich zu erzeugen, was (zum Glück) manchmal nach hinten losgeht...
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Sonntag, 13. Mai 2012
Übereifrige Demokratie
Da verbietet die israelische Regierung internationalen Aktivisten die Einreise mit dem Hinweis, daß sie die Sicherheit gefährden würden etc., und bekommt viel, viel (für das Außenbild Israels sehr unschöne) Medienaufmerksamkeit und nicht nur in der linken Presse... Und sie gibt ihnen für die Rückreise vor den Landesgrenzen nettgemeinte, aber vollkommen nach hinten losgehende Briefe in die Hand...
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Freitag, 11. Mai 2012
Saul Lande und die Nazis
- eine surreale Geschichte, die Haaretz dokumentiert. Sie berichtet, wie ein palästinensischer Jude 1938 unter den Nazis einige Tage nach der Kristallnacht die Doktorwürde bekam: die Wanderausstellung 'Anwalt ohne Recht'.
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Mittwoch, 9. Mai 2012
Geldwechsel Flughafen Tel Aviv
ist für den, der sich mit etwas Inlandswährung eindecken möchte, offensichtlich kein gutes Geschäft.
Montag, 7. Mai 2012
Ethnische Konflikte in Israel
bestehen vor allem in sozialen und gesellschaftlichen Konflikten zwischen verschiedenen Abstammungs- und Kulturgruppen der heutigen jüdischen Bewohner Israels, nämlich den Aschkenasim, den europäisch-stämmigen Juden, will heißen deren Vorfahren für Jahrhunderte bis fast 2 Jahrtausende in Nord-, Mittel- und Osteuropa in der Diaspora lebten und den Mizrahim, deren Vorfahren im Morgenland, im Orient, d.h. vor allem dem arabischen Nordafrika und Nahen und Mittleren Osten, lebten. Die gegenwärtige Lage der äthiopischen Juden in Israel ist ein leider sehr lebendiges Beispiel für die Vielfalt und die Schwere dieser gesellschaftlichen Probleme.
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Samstag, 5. Mai 2012
Unbekanntes Israel (unknown Israel)
Die Vielfalt des Landes, seine Besonderheiten und Widersprüche werden mit vielen denkenswerten Gedanken und interessanten kulturellen Ein- und Innenansichten auf einer Rundreise eines einheimischen Journalisten gezeigt:
Die Septemberreise
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Donnerstag, 3. Mai 2012
Israelische vs. amerikanische Juden
haben durchaus (sehr) verschiedene Sichten auf diese Welt, was ich schon vor einigen Monaten thematisiert habe. Daher ist die oft vermutete blinde Unterstützung der USA, die "Allmacht" der israelischen bzw. jüdischen Lobby in den USA differenziert zu betrachten. In diesem Zusammenhang ist die Entfremdung einiger Israelis von ihrem Land und die Entfremdung amerikanischeer Juden vom Zionismus aktueller israelischer Ausprägung interessant. Einige finden Zuflucht nach dem "Abstieg" (ירידה) in Berlin, die meisten aber in den USA. Angesichts höherer Sicherheit, oft wesentlich geringeren Lebenshaltungskosten und einem höheren Lebensstandard dort, werden deren Kinder wahrscheinlich nicht zurückkehren. Dieser Artikel (und auch die Kommentare unter ihm) geben einen Einblick die mögliche Beweggründe, die zu einer Auswanderung führen können.
Nachtrag im Juli 2012: es ist mitnichten der Fall, daß es in den USA eine "jüdische (Welt-) Verschwörung" geben würde. Glücklicherweise gibt es in den USA sehr unterschiedliche politische Meinungen trotz der dortigen politischen Überpolarisierung und wahnwitziger Ankündigungen, Geldmengen zu Wahlspenden zu machen, die jedes gesunde maß weit übersteigen und sich etwa auf das Bruttozialprodukt der Falklandinseln beläuft. Danke, Sarah!
Nachtrag im Juli 2012: es ist mitnichten der Fall, daß es in den USA eine "jüdische (Welt-) Verschwörung" geben würde. Glücklicherweise gibt es in den USA sehr unterschiedliche politische Meinungen trotz der dortigen politischen Überpolarisierung und wahnwitziger Ankündigungen, Geldmengen zu Wahlspenden zu machen, die jedes gesunde maß weit übersteigen und sich etwa auf das Bruttozialprodukt der Falklandinseln beläuft. Danke, Sarah!
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Dienstag, 1. Mai 2012
Montag, 30. April 2012
Roma in Europa
haben sind einer unerträglichen Lage ausgesetzt, ob in Ungarn, Serbien, Frankreich oder Italien. Kaum ein Land tut sich dabei positiv hervor... Die EU verkündet viel, doch tatsächlich tut sich wenig. Ein unglaubliches Armutszeugnis für Europa.
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Samstag, 28. April 2012
Christentum im Morgenland
Religion aus dem Morgenland. Doch sind die Zukunftsaussichten schlecht, wie der österreichische Standard berichtet und eine sehr anschauliche Karte dazu entworfen hat (deren Zahlen gerade für die arabische Halbinsel allerdings eigenartig hoch erscheinen, z.B. wo sollen die 41.000 Christen im Jemen leben? Ziemlich unplausibel...).
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Donnerstag, 26. April 2012
Günter Grass: Nachbeben
Israel verhängt tatsächlich ein Einreiseverbot und erntet damit viel
Kritik von deutscher und israelischer Seite und macht sich damit nicht
nur zum Spott, sondern offenbart damit auch gewisse demokratische
Probleme in der Führung des Landes vor der ganzen Welt. Im folgenden findet sich eine Liste von Aspekten der medialen Nachbeben zur "Cause Grass" (und hier einige interessante Gedanken eines in der jüdischen Tradition stehenden nichtisraelischen Juden):
Dienstag, 24. April 2012
Nichts neues aus der Anstalt
Die einen sind wütend, protestieren und werfen Steine, da sie sich nicht mit dem Unrecht zufriedengeben. Die anderen reagieren mit Waffen darauf, was legitim erscheint, aber womit sie das Problem sicher nicht lösen, sondern nur mehr Frust erzeugen, der beim nächsten Anlaßauf sie zurückfallen wird. Dritte besetzen mir-nichts-dir-nichts Häuser, werden aber durch den Staat von der Unrechtmäßigkeit "überzeugt". Und so grüßt täglich das Murmeltier, immer aufs neue und aufs neue und aufs neue...
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Sonntag, 22. April 2012
Araberhass in Israel
wurde vom israelischen Kanal 10 und mehreren israelischen Blogs dokumentiert und diskutiert. Das Problem wird von Kommentatoren darin gesehen, daß dieses Phänomen und entsprechende politische Einstellung, aus denen es resultiert, nicht nur im israelischen Fußball, in den letzten Jahren stark auf dem Vormarsch ist, wobei Gewalt und Aggression im israelischen Fußball weit verbeitet zu sein scheint.
Dunkle Wolken am Horizont...
Dunkle Wolken am Horizont...
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Freitag, 20. April 2012
Administrative detention
ins Deutsche wahrscheinlich am besten als Vorbeugehaft oder Vorbeugearrest übersetzt (wörtlich: "Verwaltungsarrest"), ist eine rechtsstaalich sehr fragwürdige Einrichtung des israelischen Rechtssystems und wirft dunkle Schatten auf dasselbe. Ein solches Verfahren wäre in Deutschland oder der EU gänzlich undenkbar, doch wendet Israel es mit dem Hinweis auf die nationale Sicherheit in größerem Ausmaß an. Wie ein Bericht der UNICEF zeigt, ist allerdings Israel bei weitem nicht der einzige Staat, der dieses zweifelhafte Verfahren anwendet, das von Menschenrechtsorganisationen weltweit stark kritisiert wird. Beispiele gibt es viele.
In den ersten Monaten 2012 gab es mehrere Vorkommnisse, in deren Ergebnis mehrere derart festgehaltene Palästinenser (Khader Adan oder Hana Shalabi) in einen mehrwöchigen Hingerstreik traten und letztendlich eine Freilassung erwirken konnten, wobei die israelischen Militärbehörden, wie im Fall Shalabi, die Person nach Gaza abschob, obwohl sie bislang im Westjordanland wohnhaft war, und somit Gaza im Grunde zur Gefängisinsel erklärte.
In den ersten Monaten 2012 gab es mehrere Vorkommnisse, in deren Ergebnis mehrere derart festgehaltene Palästinenser (Khader Adan oder Hana Shalabi) in einen mehrwöchigen Hingerstreik traten und letztendlich eine Freilassung erwirken konnten, wobei die israelischen Militärbehörden, wie im Fall Shalabi, die Person nach Gaza abschob, obwohl sie bislang im Westjordanland wohnhaft war, und somit Gaza im Grunde zur Gefängisinsel erklärte.
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Donnerstag, 19. April 2012
Der Holocausttag in Israel 2012
ist nun zu Ende.
Hier einige Perspektiven und Eindrücke.
Und einige kritische Gedanken zur israelischen Holocaust-Erinnerungskultur.
Hier einige Perspektiven und Eindrücke.
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Mittwoch, 18. April 2012
Der Tag Deutschland's in Israel
Der Tag, an dem die Worte "deutsch", "Deutschland" und "Deutsche" (auf Hebräisch) sehr oft fallen und viele deutsche Worte gesprochen werden, ist kein guter Tag. Es wäre besser, wenn es nicht nötig wäre, in Israel an diesem Tag so viel über Deutschland und soviel Deutsch zu sprechen. Die deutschen Worte sind v.a. die Namen der Konzentrationslager. Und die Worte werden im Rahmen des Holocaust-Gedenktages in Israel am 27. Tages des jüdischen Monats Nisan jedes Jahres (offiziell: Jom Ha-Schoa - יום הזיכרון לשואה ולגבורה; "Holocaust and Heroism Remembrance Day", der auch in anderen Ländern stattfindet) oft wiederholt: im Gedenken an das beispiellose Verbrechen, das die Deutschen über die europäischen Juden gebracht haben und den heldenhaften Widerstand der Juden dagegen. "Schoa" bedeutet "Katastrophe" auf Hebräisch. Deshalb sollte der Tag ursprünglich auf dem Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto liegen, wurde aber aus religiösen Gründen letztendlich verschoben. Der Gedenktag wird nach dem zweimütigen Sirenensignal 10 Uhr am Vormittag beschlossen durch eine Zeremonie im Haus der Ghettokämpfer, im Norden Israels zu der 10.000 Anwesende erwartet werden.
Ein sehr trauriger Tag, der an die Tragödie des 20. Jahrhunderts erinnert, die v.a. von Deutschen verübt wurde und unter der vor allem Juden aufgrund der absolut kranken Theorien Hitlers und seiner Knechte zu leiden hatten. Aber er erinnert und ehrt vor allem die unter denen, die Opfer werden sollten, und im Allgemeinen die Widerstand gegen diese menschenverachtende Ideologie geleistet haben, die von deutschem Boden und deutschen Köpfen in die Welt getragen und "umgesetzt" wurde. Er bedeutet vor allem leid- und schmerzvoller Erinnerungen an die Jugendzeit der noch lebenden Überlebenden und schmerzvolle Erinnerung an die Verwandten und das abstrakte Gedenken an einen unerhörten Völkermord. Und es ist ein Tag der für ein Ereignis steht, das sehr komplexe und langanhaltende Folgen hatte und so heute noch die Identität vieler Juden und vor allem das Staates Israel maßgeblich beeinflußt.
Ein sehr trauriger Tag, der an die Tragödie des 20. Jahrhunderts erinnert, die v.a. von Deutschen verübt wurde und unter der vor allem Juden aufgrund der absolut kranken Theorien Hitlers und seiner Knechte zu leiden hatten. Aber er erinnert und ehrt vor allem die unter denen, die Opfer werden sollten, und im Allgemeinen die Widerstand gegen diese menschenverachtende Ideologie geleistet haben, die von deutschem Boden und deutschen Köpfen in die Welt getragen und "umgesetzt" wurde. Er bedeutet vor allem leid- und schmerzvoller Erinnerungen an die Jugendzeit der noch lebenden Überlebenden und schmerzvolle Erinnerung an die Verwandten und das abstrakte Gedenken an einen unerhörten Völkermord. Und es ist ein Tag der für ein Ereignis steht, das sehr komplexe und langanhaltende Folgen hatte und so heute noch die Identität vieler Juden und vor allem das Staates Israel maßgeblich beeinflußt.
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Rassismus im Fußball
taucht mit Regelmäßigkeit in Deutschland auf, so daß die Vereine sich einerseits zu expliziten politischen Aussagen wie "Rassismus hat beim FCK keinen Platz" gedrungen sehen (das sollte ohnehin selbstverständlich sein!), aber das Problem andererseits entweder nicht wahrhaben wollen oder zu lösen (gewillt oder) im Stande sind. Um entsprechende "Meinungs"-äußerungen zu vernehmen, muß man kein jüdisch-israelischer oder dunkelhäutiger Spieler sein. Es reicht auch, wenn man Migrationshintergrund hat.
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Samstag, 14. April 2012
Der behauptete Rassismus Israels
- den gibt es natürlich nicht! Er ist bloß erfunden von hirnlosen Antisemiten und Antizionisten, wie der Professor Gottschlich der Welt in seinem brillianten Beitrag in "Die Presse" eröffnet. Und weiter: "Es war der österreichische Schriftsteller Jean Améry, der die deutsche,
dem Antizionismus verpflichtete Linke schon in den I970er-Jahren daran
erinnerte, dass sich hinter dem Aushängeschild des Antizionismus in
Wahrheit nichts anderes als der alte Antisemitismus verberge. Der
Antisemitismus sei im Antizionismus, so Améry, „wie das Gewitter in der
Wolke“ enthalten. Nur weil er sich als Antizionismus tarne, sei aber der
Antisemitismus keineswegs „ehrbarer“, so Améry." Wer ist dieser Schriftsteller, daß er eine in diesem Bereich ernstzunehmende analytische Autorität sein soll? Noch nie gehört den Namen... aber zumindest bei Wikipedia hat er einen Artikel.
Donnerstag, 12. April 2012
Ostern in Jerusalem
konnten die einheimischen, d.h. die palästinensischen Christen nur sehr eingeschränkt und mit großen Hindernissen feiern (obwohl die aus dem Ausland zureisenen Mitgläubigen bzw. den jenseits (westlich) der Mauer wohnenden keinen Einschränkungen ausgesetzt sind), worüber interessanterweise kaum ein deutsches Medium berichtet, obwohl es international und in Israel und Palästina durchaus (wenn auch begrenzt) thematisiert wird. Aber die armen deutschen Journalisten sind halt irgendwie auf einem bestimmten Auge blind (Überraschung! Überraschung!), wie die erschreckend uniforme Reaktion auf Grass nur zu deutlich gezeigt hat. Sogar iranische Propagandaseiten nehmen sich (natürlich klar aus niederen ideologischen Gründen) dem Thema an - das iranische Regime als Kämpfer für die Menschenrechte der palästinensischen Christen - selten so etwas Lachhaftes gesehen... mindestens ebenso lächerlich wie die Aussagen der Lügner der israelischen Hasbara...
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Dienstag, 10. April 2012
Shministim (שמיניסטים)
oder Refuseniks (Auszüge auf Google Books) sind israelische Kriegsdienstverweigerer. Mutige Jugendliche, die sich allein ihrem Gewissen verpflichtet sehen. Es gibt sogar einen eigenen Wikipediaeintrag zu diesem Thema und einen eigenen Internetauftritt: http://www.whywerefuse.org/. Verständlichermaßen hat der israelische Staat ein mehr oder minder großes Problem mit einer solchen Einstellung.
Zwei Bücher sind zu diesem Thema erhältlich:
Refusenik!: Israel's soldiers of conscience
Breaking Ranks
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Sonntag, 8. April 2012
Israelische Kriegsdienstverweigerer
werden mit Haftstrafen bedacht - das ist die normale und vollkommen legale "Antwort" der israelischen Regierung auf derartige politische Meinungsäußerungen. Und das mehrmals für einige Tage oder Wochen, Monate, bis zu zwei Jahren. Einschüchterung der eigenen Bürger so gut es geht. Das ist aus der Sicht der israelischen Regierung nachvollziehbar, denn würde sich eine solche Einstellung ausbreiten, könnte es zu einer Situation kommen, in der der israelischen Armee - überspitzt gesagt - nicht mehr genug Knechte zur Besetzung des Westjordanlandes zur Verfügung stehen. Das wäre in der Tat ein Problem. Andererseits hält ebendiese Armee die Verweigerer zu Lügen an, was das kritische Bild des Zustands des Landes sicher nicht verbessert...
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Freitag, 6. April 2012
Günter Grass und die Medien
Grass hat eine Lawine losgetreten, die immer noch an Fahrt aufnimmt. Die Journalisten überschlagen sich mit Berichterstattungen, Hintergründen, "Faktenchecks" etc. (seit wann werden die "Fakten" eines Gedichts geprüft?!)
Die ARD stellt fest: "Reaktionen auf umstrittenes Gedicht
Wen interessiert in Israel die Meinung von Grass?
In Deutschland schlägt das Grass-Gedicht hohe Wellen, in Israel wird es allenfalls am Rande zur Kenntnis genommen."
Die ARD stellt fest: "Reaktionen auf umstrittenes Gedicht
Wen interessiert in Israel die Meinung von Grass?
In Deutschland schlägt das Grass-Gedicht hohe Wellen, in Israel wird es allenfalls am Rande zur Kenntnis genommen."
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Georgische Juden
und ihr Leben werden in der Ha-Aretz dokumentiert. Sie haben, wie viele (ehemalige) jüdische Gemeinden der Diaspora eine lang zurückreichende Geschichte, von der nicht mehr viel über geblieben ist.
Mittwoch, 4. April 2012
Günter Grass: Was gesagt werden muss
Grass hat ein klares und ehrliches Gedicht über eine, wie er richtig erkannte, "vom Wahn okkupierte Region“ geschrieben. Vielleicht ist der Rückgriff auf den Weltfrieden und die "Auslöschung" des iranischen Volkes etwas hoch (aber durchaus als Übersteigerung unter "dichterische Freiheit" buchbar), aber im Kern trifft das Gedicht den Nagel auf den Kopf. Und die deutschen Medien, Politiker und andere Meinungsmacher ergötzen sich umgehend an solchem "versteckten/ sekundären Antisemitismus" (ähnlich wie bei der Friedenspreisverleihung an Mitri Raheb, der von Robbe und ähnlichen Ideologen umgehend als Antisemit erkannt wurde):
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Dienstag, 3. April 2012
Friedenspfarrer von Bethlehem (متري الراهب)
Friedenspfarrer?!?!
Wer Aussagen macht wie die folgenden und eine solche rassistische und antisemitische Weltsicht an den Tag legt, ist nichts mehr als ein mieser kleiner palästinensischer Terrorist, wie die Knechte Netanyahus haarscharf erkannt haben:
Wer Aussagen macht wie die folgenden und eine solche rassistische und antisemitische Weltsicht an den Tag legt, ist nichts mehr als ein mieser kleiner palästinensischer Terrorist, wie die Knechte Netanyahus haarscharf erkannt haben:
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Montag, 2. April 2012
Westjordanland Teil Israels
Wenn man diesem netten Herren glaubt, der eine in Israel in gewissen Teilen der Bevölkerung sehr populäre Meinung vertritt, nämlich daß das Westjordanland nicht besetzt ist, sondern zu Israel gehört, dann entstehen viele Fragen.
Zuerst entsteht die Frage, warum dann die meisten Menschen (nämlich die Palästinenser), die dort wohnen, nicht die israelische Staatsbürgerschaft besitzen. Also wohnen sie in Israel, sind aber nicht dessen Bürger? Das ist aber eigenartig...
Zuerst entsteht die Frage, warum dann die meisten Menschen (nämlich die Palästinenser), die dort wohnen, nicht die israelische Staatsbürgerschaft besitzen. Also wohnen sie in Israel, sind aber nicht dessen Bürger? Das ist aber eigenartig...
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Samstag, 31. März 2012
Erdogans Toleranz
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Donnerstag, 29. März 2012
Schmuggel als kulturelles Tagebuch
dementsprechend sind in Israel eine Reihe von Aspekten wichtig. Was sind Deutschland's wichtigste Schmuggelgüter? In der EU ist die Liste ganz ähnlich.
Dienstag, 27. März 2012
Arrangierte Ehen im Judentum
sind vor allem unter den (ultra-) orthodoxen verbreitet, nicht nur im Islam, im Judentum heißen sie Schidduch. Inwieweit das auch Zwangsehen sind, ist schwer festzustellen. Da die einzelnen (aufgesplitterten und daher kleinen) Sekten des Judentums oft zur ausgeprägten Endogamie neigen, sind offensichtlich genetische Krankheiten in gewissen religiösen jüdischen Kreisen überdurchschnittlich häufig, eine der häufigsten ist das Tay-Sachs-Syndrom, das in jüdischen Gemeinschaften sehr häufig auftritt. Aus diesem Grund, um Erbfehler bei Kindern gefährdeter Ehepartnerkombinationen oder Heiratssuchender im Voraus das potentielle Gefährungsniveau diagnostizieren zu können, wurde in New York das 'Komitee zur Vermeidung von Genkrankheiten' gegründet. Interessanterweise unterscheiden sich die religiösen Scheidungsrechte für Frauen im Judentum nur sehr gering von den islamischen.
Sonntag, 25. März 2012
Die Kinder von Gaza
Frau Ashton lies auf der Konferenz "Palestine Refugees in the changing Middle East" in Brüssel verlauten: "Wenn wir daran denken, was heute in Toulouse passiert ist, erinnern wir uns daran, was letztes Jahr in Norwegen passiert ist, wir wissen was momentan in Syrien passiert und wir sehen, was in Gaza, in Sderot und an anderen Orten passiert, wir denken an junge Menschen und Kinder, die ihr Leben
verloren haben." Punkt.
Lieberman, die humanistische taktvolle israelische Intelligenzbestie, entgegnet reflexartig: "Israel is the most moral country in the world, despite having to fight terrorists operating from within a civilian population. The IDF is doing everything it can to not hurt that population even though it is defending terrorists." - Oh, ja sicher! Und das (nationalistische) politische Israel fängt unmittell an, sehr laut zu bellen. Sehr, sehr laut zu bellen. Das ist ein SEHR illustratives Beispiel für das deutsche Sprichwort: getroffene Hunde bellen.
Lieberman, die humanistische taktvolle israelische Intelligenzbestie, entgegnet reflexartig: "Israel is the most moral country in the world, despite having to fight terrorists operating from within a civilian population. The IDF is doing everything it can to not hurt that population even though it is defending terrorists." - Oh, ja sicher! Und das (nationalistische) politische Israel fängt unmittell an, sehr laut zu bellen. Sehr, sehr laut zu bellen. Das ist ein SEHR illustratives Beispiel für das deutsche Sprichwort: getroffene Hunde bellen.
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Freitag, 23. März 2012
Extremreligiöse Juden
, die selbst unter den Ultra-Orthodoxen (Haredim), als extrem angesehen werden, haben neulich für einige Schlagzeilen in Israel gesorgt ("Jüdische Taliban"). Es handelt sich um die Lev Tahor-Gruppe (Lev Tahor= Reines Herz), die wie Bnei Yoel, extreme religiöse und soziale Ansichten pflegt und sich in verschiedenen Ländern unter der Führung des Rabbiners Schlomo Helbrans angesiedelt hat. Die Haaretz berichtet in einem extrem interessanten zweiteiligen Bericht übder die Mitglieder der Gruppe in Kanada und bringt auch Bilder.
Interessanterweise gehören sie zu den Auswanderern aus Israel, die das Land aus religiösen Gründen verliesen, alles zionistische Erbe wie zum Beispiel durch die entsprechende Änderung ihrer Vor- und Nachnamen oder das Ersetzen des Neu-Hebräischen als Alltagssprache durch das Jiddische, wie die beiden Haaretzberichte ausführen, aus ihrer persönlichen Geschichte zu tilgen. Es handelt sich nur um wenige Familien, die dafür umso mehr Kinder haben. Das führt sogar dazu, daß die manchmal säkularen, in Israel lebenden Eltern der Mitglieder der Sekte Jiddisch lernen, um mit ihren in Nordamerika lebenden komplett in Jiddisch erzogenen Enkeln kommunizieren zu können.
Interessanterweise gehören sie zu den Auswanderern aus Israel, die das Land aus religiösen Gründen verliesen, alles zionistische Erbe wie zum Beispiel durch die entsprechende Änderung ihrer Vor- und Nachnamen oder das Ersetzen des Neu-Hebräischen als Alltagssprache durch das Jiddische, wie die beiden Haaretzberichte ausführen, aus ihrer persönlichen Geschichte zu tilgen. Es handelt sich nur um wenige Familien, die dafür umso mehr Kinder haben. Das führt sogar dazu, daß die manchmal säkularen, in Israel lebenden Eltern der Mitglieder der Sekte Jiddisch lernen, um mit ihren in Nordamerika lebenden komplett in Jiddisch erzogenen Enkeln kommunizieren zu können.
Mittwoch, 21. März 2012
Emo-Tötungen im Irak
Das passiert mit der modernen arabischen Jugend nach den Regierungswechseln in den Ländern Arabistans. Das sind diejenigen, die (u.a.) hinter den Revolutionen stehen, die den westlichen Werten und Kultur folgen wollen. Leider. Dieses Schicksal wird diesen Teil der Jugend nicht nur im Irak treffen, fürchte ich... 750 getötete homosexuelle Iraker seit 2006, wie Huffington Post und New York Times berichten... und weiter: "growing intolerance of Iraqis' civil rights"... Ist das etwa schon das Morgenrot der nachhusseinischen (streng-konservativen) irakischen Gesellschaft...??? Prost auf die Super-Demokratie, die die Amerikaner den Irakern gebracht haben!
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Montag, 19. März 2012
Das freie demokratische Afghanistan
Danke den USA und den anderen westlichen Verbündeten, auch der hochverehrten Bundeswehr! Welch Glück und Frieden sich nicht an den Hindukusch gebracht haben! Den Menschen dort geht es so gut nun! Die Frauen sind frei! Der Staat ist demokratisch und das Lebensniveau hoch!
Gut, wenn man noch feiern kann.
Noch mehr Demokratie und Menschenwürde: Veröffentlichung erneuter Leichenschändungen im Arpil 2012.
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