Über mich

Germany
Humanist vielleicht und vielleicht liberal; Menschenfreund im Allgemeinen; reflektierend; angeborener Gerechtigkeitssinn

Sonntag, 30. September 2012

Westjordanland (Palästina) in Fotos: Ostjerusalem

Ostjerusalem ist der östliche Teil der Stadt, der von Israel nach internationalem Recht, das naturgemäß für alle Staaten der Welt also auch für Israel gilt, besetzt ist. Hier einige Impressionen:

Felsendom und Himmelfahrtskirche im Hintergrund auf dem Ölberg

Blick nach Osten zum Felsendom, israelische Fahnen machen, wie überall in der Stadt, wo (israelliebende/-unterstützende) Juden (d.h. keine Ultraorthodoxen) wohnen, den Besitzanspruch deutlich

Mittwoch, 26. September 2012

Palästina in Fotos: Christliche Araber des Westjordanlandes

Blick über die vielfältige Kirchenlandschaft Betlehems

Kennzeichen eines christlichen Hauses in Betlehem (arabische Inschrift: "Gott ist der König" und Baujahr)

Montag, 24. September 2012

Islamsatire in der Titanic

Die deutsche Titanic zieht(zum Glück) der französischen Zeitschrift Charlie Hebdo  nach und wird sich in Ihrer Oktoberausgabe speziell dem Thema islamistischer Extremisten und dem medialen Schabernack, der damit getrieben wird, widmen. Auf ihrer Internetseite hat sie bereits thematisch abgestimmte Filmkritiken und Postkarten veröffentlicht.

Am 21. September wurde ihr Chefredakteur von einer naiven Journalistin im Deutschlandfunk zu (einer sehr gelungenen Satire) interviewt:



Sendezeit: 21.09.2012 06:50
Autor: Engels, Silvia
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Interview
Länge: 07:51 Minuten

Freitag, 21. September 2012

Islamkritische Karikaturen in Charlie Hebdo

Es ist sehr zu begrüßen, daß zumindest Satirezeitschriften sich trauen, Witze auch über den Islam zu machen. Warum sollte man auch keine Witze über den Islam machen, wenn doch sonst alles Satire aushalten muß? Wo doch besonders die Auslegungen des Islam und die islamischen Gesellschaften mehr als genug Steilvorlagen für bitterböse Satire bieten?

Die Karikaturen der Septemberausgabe der französischen Saturezeitschrift Charlie Hebdo, zumindest diejenigen, die sich im Netz finden lassen, sind in der Tat sehr lustig und treffen ins Schwarze, indem sie einige "interessante" Aspekte arabischer Gesellschaften und gegenwärtiger islamischer Religionspraxis wie auch das Drehen des "berüchtigen" Films pointiert aufnehmen:

Donnerstag, 20. September 2012

Palästina in Fotos: Landschaften des Westjordanlandes

Blick über Dschenin nach Westen

Aus Steinen errichtete israelische Straßensperre bei Hebron

Dienstag, 18. September 2012

Beleidigung des Islam/Papstes und die Gestaltung deutscher Innenpolitik durch den Sudan

Lassen wir die Ereignisse der letzten Tage Revue passieren:

die islamische Welt und der Rest der Welt wird mit einiger Verspätung auf einen Film aufmerksam, der in den USA von Kopten und einem Pornoregisseur gedreht wurde. Nachdem in Libyen daraufhin 13 Menschen getötet wurden, darunter vier Amerikaner, einschießlich dem Botschafter, haben die gewalttätigen Extremisten ihre Kampfbrüder in anderen Staaten angeklingelt, die darauf auch auf die Straße gingen und endlich wieder etwas wüten konnten. So wurde hie und da eine amerikanische Flagge verbrannt und viele Parolen auf Arabisch gebrüllt (die sich zum Leid der Umsätze europäischer Medien medial schlecht vermarkten lassen, da kaum einer der Zuschauer vor den Glotzen im Westen diese versteht). Dann auch gleich benachbarte Botschaften angezündet und viel Tumult veranstaltet. Westliche Medien sind dankbar für die Bilder, die sich - ganz ohne Worte - prima vermarkten lassen.

Sonntag, 16. September 2012

Das Heilige Land in Fotos: Israelis und Palästinenser

Israelische Rentnerinnen auf dem Nahalat-Benjamin-Handwerkermarkt im Stadtzentrum von Tel Aviv

Orthodoxer Jude geht über die Dächer des Marktes der Jerusalemer Altstadt



Donnerstag, 13. September 2012

Auch Moslems müssen Spott ertragen!

Der Film "Innocence of Muslims" ist schlecht gemacht und provokativ. Doch wie verächtlich auch der Spott sein mag, die Angehörigen des Islams müssen diesen (zu) ertragen (lernen). Wenn jegliche Kritik am Islam, wenn sie auch noch so ironisch und sarkastisch ist, im Handumdrehen (relativ nicht sehr viele, aber in absoluter Anzahl viel zu viele) hirnlose Fanatiker aktiviert, die meinen, ihrer Religion etwas rühmliches zu tun, indem sie plündernd, randalierend und mordend durch die Straßen ziehen, dann ist das ein Kennzeichen dafür, daß zwar vielleicht nicht die Religion an sich krank ist, aber zumindest ein Teil ihrer Anhänger.

Sonntag, 9. September 2012

Genau hingeschaut VIII: Britische und weißrussische Polizei

machen überraschenderweise einen sehr ähnlichen Eindruck in ihrem Vorgehen. Wenn man nicht wüßte, daß dieses Video in London aufgenommen ist, könnte man es für Minsk, Kiew oder Riad halten.

Donnerstag, 6. September 2012

Westjordanland (Palästina) in Fotos: Betlehem

Blick nach Süden aus der Altstadt Betlehems mit religiösen (moslemischen) und politischen (Hamas) Grafitti

Freitag, 31. August 2012

Genau hingeschaut VI: die Perversität der israelischen Besatzung

und die ausgesprochen rücksichtslose und egoistische Politik Israels im Allgemeinen wird in diesem Bericht nur zu offenbar: "Ich nehme mir einfach, von dem ich meine, es gehöre "meinem Volk", alles andere ist mir vollkommen egal. Wenn es ihnen nicht gefällt, können sie doch wegziehen."

Dienstag, 28. August 2012

Palästina in Fotos: Israelische Besetzung






Wachturm der israelischen Mauer direkt am westl. Stadtrand von Betlehem (das Haus rechts des Turmes gehört zu Betlehem)
Siedlerstraße von Jerusalem nach Hebron (hebr. "Derech Hevron", die aber nicht auf israelischem, wie Wikipedia fälschlicherweise schreibt, sondern auf palästinensischem Gebiet liegt) und Sicherheitseinrichtungen (Betonmauer) am westlichen Ende von Beit Dschala
Israelische Siedlung Har Homa nordöstlich von Betlehem von der Betlehemer Innenstadt aus

Mittwoch, 22. August 2012

Izchak Schamir: ein israelischer Held?

""Er war ein Vorbild an Loyalität gegenüber dem Land Israel und den ewigen Werten des jüdischen Volkes", würdigte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den verstorbenen Izchak Schamir" berichtet die Welt.

Montag, 20. August 2012

Israel opfert 500 Staatsbürger für die nationale Sicherheit

So melden es sämtliche Medien. Die israelische Kriegsmathematik auf Hochtouren: 30 Tage Krieg, wahrscheinlich an mehreren Fronten, 500 Tote. Was sind schon schon 500 Israelis, wenn die "nationale Sicherheit" bedroht ist, bedroht durch ein Land, das dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten ist - im Gegensatz zu dem Land, das sich da so sehr bedroht fühlt - einem Land, von dem in keinster Weise bewiesen ist, ob es Atomwaffen anstrebt - sondern allein vage Beschuldigungen im Raum stehen. Der Tikun Olam-Blog hat angeblich die geheimen Kriegspläne der israelischen Regierung veröffentlicht und hatte darauf umgehend mit einigen Problemen zu kämpfen. Das ist an Zynismus nicht mehr zu überbieten, wie auch israelische Kommentatoren feststellen, denn man kann diese Stellungnahme auch so lesen, daß die israelischen Politiker offensichtlich gewillt sind, 500 ihrer Bürger für die Sicherstellung der nationalen Sicherheit sterben zu lassen. Dabei gibt es nur wenige kritische Stimmen.

Samstag, 18. August 2012

Freitag, 17. August 2012

Genau hingeschaut IVa: USA und Syrien

Sämtliche deutsche Medien titeln "USA warnen Iran vor Einmischung in Syrien". - Ein interessantes Detail! "Die USA würden jedoch dafür sorgen, dass Teheran "nicht versucht, die Zukunft Syriens zu bestimmen". Dies sei alleine Sache des syrischen Volkes, sagte Panetta." - Das erscheint eigenartig angesichts des Umstandes, daß die USA in der Zusammenarbeit mit der Türkei als auch Saudi-Arabien und Katar sich an diese Aussage von Panetta nicht halten. Das ist das gleiche Muster wie hinsichtlich des der israelischen Kriegs- und Aggressionsrethorik zugrundeliegenden politischen Ansatzes: anderen Staaten soll nicht das zugestanden werden, was man für sich selbst (selbstverständlich anscheinend, aber auf alle Fälle stillschweigend) in Anspruch nimmt, d.h. es geschieht ein Bevormundung anderer Staaten und es wird explizit mit verschiedenem Maß gemessen.

Mittwoch, 15. August 2012

Genau hingeschaut IV: Saudi-Arabiens Außenstelle in Österreich

Hahahahahahaha - nun nicht nur Außenstellen in Pakistan und anderswo in der islamischen Welt, um dort den friedlichen Volksislam (überaus erfolgreich) zu fundamentalisieren, sondern man überwindet (mit genug "Investititonen") sogar die Grenzen, an denen die wackeren Türken reichlich ein halbes Jahrtausend vorher kläglich scheiterten... Und die Angestellten erst... welche Pracht von kritischem Denken... was man sich für Geld nicht alles kaufen kann...

Montag, 13. August 2012

Westjordanland in Fotos: Hebron


 Palästinensisches Dorf in der Nähe von Hebron
Historische Moschee in der Hebroner Altstadt

Montag, 6. August 2012

Genau hingeschaut II: Israelische Soldaten mißhandeln palästinensisches Kind

und geht seines Weges im Irrtum, niemand hätte es gesehen. Außerdem sieht der zutretende Soldat interessanterweise nicht jüdisch, sondern eher arabisch aus, was aufgrund der Wehrdienstleistung von Drusen und Beduinen sehr plausibel ist. (obwohl es leider nicht genau verständlich ist, was der erste Soldat bei 1:26 sagt, könnte es sogar Arabisch sein).

Es ist ein wichtiges Zeugnis, Betselem sei dank, von einer leider allzu verbreiteten "Moral" der israelischen Armee und zeigt klar, daß diese Armee ein mittelgroßes grundsätzliches Problem mit den Menschenrechten hat. Auch Betselem ist zu verdanken, daß das wahre Gesicht der Siedler aufgezeichnet wird.

Donnerstag, 2. August 2012

Genau hingeschaut I: Burschenschaftskippa

In der neuen Reihe Hingucker werde ich  in unregelmäßigen Abständen etwas Aufmerksamkeit ungewöhnlichen, unbemerkten und unerwähnten Fotos widmen.

Freitag, 27. Juli 2012

Palästinensische Christen in Jerusalem und radikale Israelis

Ein exzellenter Bericht der ARD, der außergewöhnlich offen die Wirklichkeit bei ihrem Namen nennt. Der Bericht veranschaulicht sehr gut, wie die Palästinenser von den Israelis behandelt werden und v.a. wie die Lage der palästinensischen Christen unter israelischer Besatzung ist. Dank der ARD! Manche europäische Politiker verstehen sogar die Lage.

Samstag, 21. Juli 2012

Auf Kriegsfuß mit dem christlichen Zionismus: Israelischer Parlamentarier zerreist Bibel

Man glaubt es nicht, aber das ist nicht erfunden. Nein, bittere Realität. Und der Mensch provoziert öffentlichkeitswirksam und läßt sich dabei fotografieren. Auf solch eine minderbemittelte Idee kommen nicht einmal moslemische Abgeordnete des Morgenlandes aus der ganz fundamentalistischen Ecke, nun, noch nicht. Aber wer weiß, vielleicht entbrennt bald ein Wettstreit zwischen den Extremisten: wer am bei der Beleidigung anderer Religionen den größten Aufschrei hervorruft. Das dürfte einige christliche Zionisten verschrecken.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Das Morden in Syrien

gewinnt nun mit dem Anschlag auf Assads engsten Kreis einen starken zusätzlichen Impuls. Wer wurde getötet: der griechisch-orthodoxe Verteidigungsminister und der vermutlich alawitische Vizeverteidigungsminister. Nun ja. Da die Aufständischen v.a. einen unbändigen Hass gegen die Regierung haben, zu der auch viele Christen gehören, macht deren Einstellung zu diesen religiösen Minderheiten ziemlich offenbar. Die vielen Kirchen wurden sicher nicht von den Christen selbst zerstört. Die Muslimbrüder verkünden derweil schon ihre blutige Botschaft. Die Angriffe auf Schiiten und einen - natürlich unbewaffneten - alawitischen Fernsehsender, geben einen bitteren Vorgeschmack auf die Zukunft. Der Satndard stellt die Toten pro Monat in einem Diagramm dar.

Sonntag, 15. Juli 2012

Beschneidungsurteil Köln

Radikale Meinungen gibt es (natürlich) in Israel nicht, wie der deutschen Öffentlichkeit so mancher Naivling glauben machen möchte. Es gibt in diesem Land keinen Rassismus, keinen Fremdenhass, keine Vorurteile oder verbissene ethnische Konflikte, keine fundamentalistischen Gedanken und v.a. keine Rachegefühle. Kurz, es gibt in Israel natürlich keine diffusen, wirren Gedanken und vollkommen weltfremde Egozentrik, die einem durchschnittlicher Mitteleuropäer das Grauen lehren. Nein: das perfekte Land frei allen Übels! (Natürlich gibt es viele gute Menschen dort, aber den Anschein zu verbreiten, es gäbe daneben keinerlei Radikalismus, verbiegt die Realität grob.)

Mittwoch, 11. Juli 2012

Die Kastrophe des Rechtsstaats

zieht zunehmend weitere Kreise und tut einen ungeahnten Abgrund von Inkompetenz mitten in der deutschen Gesellschaft auf: "sture Amtsroutine, welche nicht nach links und nicht nach rechts schaut und nicht mitdenkt." Die Titanic-Karikatur trifft den Nagel auf den Kopf: "Es fehlt das Bewusstsein dafür, dass Demokratie Transparenz braucht."

Samstag, 7. Juli 2012

Rundreise Israel/ Palästina - Interessante Reiseziele

einige Spezialtipps zu Reisezielen jenseits der ausgetretenen Touristenwege im Heiligen Land finden sich hier. Außerdem sammle ich in diesem Blog auf der rechten Seite in den Rubriken 'Sonstige interessante Dinge', 'Kulturelles', 'Unmittelbares', 'Touristisches', 'Links zu Religion', 'Links zu Geschichte' und 'Links zu Bildung im Orient' eine Vielzahl einblickreicher und ausgefallener Reiseziele in Israel, in Palästina und den umgebenden Ländern.

Dienstag, 3. Juli 2012

Lesben im Iran

werden im neuen Film von Maryam Keshavarz thematisiert. Der Film trägt den deutschen Titel Sharayet - Eine Liebe in Teheran und im englischen Original "Circumstance". Auf Youtube gibt es Ausschnitte.

Freitag, 29. Juni 2012

Lesben in der katholischen Kirche

Herzlichen Glückwunsch, katholische Kirche, zur menschenverachtendsten und zynischsten Öffentlichkeitsarbeit, die man sich denken kann!!! Zumindest schießt man sich vor lauter geiferndem religiösem Eifer und menschenverachtendem blinden Fundamentalismus gehörig selbst ins Bein!! Glückwunsch! Einen solchen tiefen Treffer muß man erst einmal zustandebringen!!

Montag, 25. Juni 2012

Mursi neuer Präsident Ägyptens

Endlich, DER Schritt zur Demokratisierung Ägyptens ist vollbracht!

Die ARD zeigt weinende, bärtige Männer, die auf dem Tahrirplatz über den Wahlsieg jubeln. Viele bärtige Männer. Und eine Frau wird interviewt, die neben dem selbstverständlichen schwarzen Gewand und Kopftuch auch schwarze Handschuhe trägt. Sie freut sich in die Kamera über den ersten islamischen Präsidenten, der, nach ihren Worten, so gut zu den Armen sein wird! Der ARD-Korrespondent schwafelt von Demokratisierung und blablabla.

Sonntag, 17. Juni 2012

Sicherheit als Illusion

In Israel ist Sicherheit ein großes Thema, vielleicht sogar eines der beim Besuch des Landes als Ausländer dominierendsten und ungewöhnlichsten Themen des israelischen Alltags. Es ist plausibel, daß vor dem israelischen Hintergrund Sicherheit wichtig ist. Man wird dauernd kontrolliert: natürlich im Flughafen, aber auch dem Betreten öffentlicher Gebäude, von Supermärkten, Einkaufszentren, Busbahnhöfen, Bahnhöfen. Die Intensität hängt von der gegenwärtigen Intensität des Konfliktes ab, ist er gerade etwas heißer, so wird man auch beim Betreten von Restaurants und Kneipen kontrolliert. Zurzeit ist die Lage ziemlich entspannt, die Kontrollen sind oft lasch oder finden gar nicht statt, indem der Sicherheitsbeamte (meistens sind es Männer) die Betretenden einfach eintreten läßt. Manchmal will man aber auch den Paß sehen und selten trifft man übereifrige Sicherheitsbeamte, die im Fotografieren von Bahnhöfen oder anderen öffentlichen Gebäuden Terrorismus wittern und entsprechend mit dem Verlangen der Herausgabe des Passes und einem kleinen Standverhör reagieren. Eine Frage, die für den deutschen Durchschnittsbürger eigenartig bis lustig wirkt, ist diese: „? יש נשק “ („jesch neschek?“). „? יש נשק “ heißt nichts anderes als „Hast Du eine Waffe bei Dir?“ – nun, und diese Frage wird früher oder später lustig für das deutsche Ohr. In heiterer Stimmung bin ich manchmal gar fast geneigt, das Experiment einer positiven Antwort zu geben: „Natürlich, ich habe ein Flaggeschütz in meiner Hosentasche!“

Mittwoch, 13. Juni 2012

Über die Zukunft des Zionismus

bestehen in Israel und anderswo geteilte Meinungen, manche (nicht in Israel lebende) Juden sind extrem kritisch.

Sonntag, 10. Juni 2012

Donnerstag, 7. Juni 2012

Der Kampf um Syrien

Der Kampf in Syrien ist auch der Kampf um Syrien, um die Zukunft des religiös vielfältigsten arabischen Landes. Ein Bürgerkrieg. Es ist bis in die Massen- und Boulevardmedien vorgedrungen, daß neben den USA Saudi-Arabien und Katar den (offensichtlich sunnitischen) Rebellen kräftig Waffen und Geld für den Kampf gegen den schiitischen Assad zur Verfügung stellen (andererseits aber abgedankten Diktatoren Asyl gewährt - tja, tja, wie paßt das bloß zusammen??? Und der Teufel Rußland liefert der anderen Seite ebenfalls Waffen - zum Teufel, was trauen die sich nur???). Das Geld ist vom Westen gezahlt für arabisches Öl und Gas, d.h. daß dies ein Beispiel dafür darstellt, wie die Ausgaben für unsere importierte Energie ihren Weg zur "Vertretung" politischer und religiöser Interessen im Nahen Osten finden. Eine offene Unterstützung der Rebellen durch Katar und Saudi-Arabien ist verständlich, folgerichtig und vielsagend, die offene Unterstützung durch die USA dagegen läßt, rational betrachtet, verwundern, wofür es aber auch Erklärungen gibt. Und daß die Aufständischen mit allen Wassern gewaschen sind und selbst nicht zwangsläufig verfechter der Menschenrechte sind, haben sie mit ihrem Überfall auf (sicherlich regimetreue, aber) unbewaffnete Journalisten und der Entführung libanesischer schiitischer Pilger redlich gezeigt. Man will hoffen, daß diese Begebenheiten keinen Vorgeschmack auf das Schlachten in Syrien geben werden, sollte Assad verlieren. Jedoch ist davon auszugehen, daß die jetzigen Aufständischen in ihrer blinden Wut und ihrem Freudentaumel, sollten sie mithilfe saudischen Geldes und amerikanischer Unterstützung gewinnen, zu skrupellosen Schlächtern werden könnten.

Montag, 4. Juni 2012

Schmutzige Methoden der israelischen Armee

sind im April 2012 im Zuge der Untersuchungen der Anschuldigungen gegen ein arabisches Parlamentsmitglied ans Licht gekommen. Offensichtlich benutzt die Armee in Zivil getarnte Soldaten bzw. Angehörige der Metzada-Einheit, einer "Antiterror"-Spezialeinheit des israelischen Gefängnisdienstes, um als friedlich geplante Demonstrationen zu eskalieren, was den einzigen Vorwand für ihr Einschreiten und für die Festnahmen von Demonstranten bietet, denn gegen friedliche Demonstranten hat selbst die moralischte Armee der Welt keine Mittel. Sobald sie aber gewaltätig werden, darf und muß sie einschreiten. In diesem Fall - und wahrscheinlich auch in anderen - hat sich die Antiterroreinheit jedoch als Terroreinheit verdingt. Ein schlechtes Omen für die israelische Demokratie... (falls man das Land überhaupt noch als solches bezeichnen kann)

Donnerstag, 31. Mai 2012

Dienstag, 29. Mai 2012

Kontrollmethoden am Flughafen Tel Aviv

Diese Kontrollen, die auf dem Prinzip des vorhersagenden ("predictive") Profiling beruhen, die neben den allgemeinen Sicherheitsbehörden am Flughafen auch v.a. von der israelischen Fluglinie El Al in extremer Weise angewandt wird, wie in einer wissenschaftlichen Untersuchung ausführlich untersucht wurde. Im Zuge der berechtigen Sicherheitsinteressen werden grundlegende Menschenrechte in einer für westliche Demokratien undenkbare Weise geopfert, wie von Betroffenen im Netz dokumentiert. Israelische Menschenrechtsanwälte haben Versuche gestartet, diese Methoden zu auszuschalten, was leider bislang noch nicht erfolgreich war.

Sonntag, 27. Mai 2012

Lügen der CSU

Wir haben es schon immer gewußt, daß die CSU und ihre Herolde - resp. Berliner Minister - bis über die Zähne in grauester bayrischer Provinzstammtischideologie stecken, die die Lebenswirklichkeit im Rest von Deutschland (noch?) nicht so ganz wahrnimmt, und nun das... Vielleicht war es keine Lüge. Dann ist der Minister offensichtlich nicht (vollständig) Herr seiner Behörde, die vertrauliche Berichte ohne sein Wissen vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin der Springerpresse zustecken. Viel besser ist das auch nicht.

Und er kann's nicht lassen bzw. versteht nichts, nichts, nichts: kostenlose Koranverteilungen qualifizieren seit neuestem zum Angriff auf die Bundesrepublik und die Grenzen sollen sowieso vor dem Pöbel aus dem Osten und Süden geschlossen werden.

Montag, 21. Mai 2012

Samstag, 19. Mai 2012

Samariter - religiöse Minderheit im Heiligen Land

Wenn man sich länger mit dem Heiligen Land beschäftigt hat, ist man sich irgendwann sicher, fast alles zu wissen. Dann klickt man sich durch Wikipedia und entdeckt immer wieder neue Aspekte der Vielfalt und der Widersprüche des Heiligen Landes.

Donnerstag, 17. Mai 2012

Der Nakbatag und die Demokratie

Der Nakbatag wird jährlich gleichermaßen von israelischen Arabern wie auch Palästinensern am 15. Mai gedacht ("nakba" heißt auf arabisch "Katastrophe"). Während die israelische Regierung nicht müde wird, die Bedeutung der Katastrophe (hebr. "ha-Schoa") für das jüdische Volk zu betonen (was sehr wichtig ist, da dieses traumatische Ereignis nicht vergessen werden darf) und v.a. zum eigenen Vorteil politisch auszunutzen (was unlauter, unverantwortlich und ein Mißbrauch der Geschichte ist), gesteht genau diese Regierung Anderen, v.a. den Palästinensern, nicht das Gleiche zu, d.h. der Katastrophe für ihr Volk/ ihre Gemeinschaft zu gedenken. Dabei ist die Frage des Vergleichs der beiden Katastrophen, welche schwerer war, vollkommen irrelevant. Das Ausschlaggebende ist die Wahrnehmung des Ereignisses innerhalb der Gemeinschaft und dies ist in beiden Fälle die einer Katastrophe. Die Katastrophen beider großen Bevölkerungsgruppen innerhalb Israels wie auch des jüdischen Israels und der Palästinenser, so verschieden sie sein mögen, müssen der Gerechtigkeit halber in ihrem Vaterland sowohl von der politischen Klasse als auch von beiden gesellschaftlichen Gruppen bzw. beiden politischen Einheiten und Gesellschaften gegenseitig anerkannt werden, sonst kann von Gleichberechtigung und gleicher Teilhabe an einem Staat bzw. einer nachhaltigen Versöhnung keine Rede sein.

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