Über mich

Germany
Humanist vielleicht und vielleicht liberal; Menschenfreund im Allgemeinen; reflektierend; angeborener Gerechtigkeitssinn

Freitag, 27. Juli 2012

Palästinensische Christen in Jerusalem und radikale Israelis

Ein exzellenter Bericht der ARD, der außergewöhnlich offen die Wirklichkeit bei ihrem Namen nennt. Der Bericht veranschaulicht sehr gut, wie die Palästinenser von den Israelis behandelt werden und v.a. wie die Lage der palästinensischen Christen unter israelischer Besatzung ist. Dank der ARD! Manche europäische Politiker verstehen sogar die Lage.

Samstag, 21. Juli 2012

Auf Kriegsfuß mit dem christlichen Zionismus: Israelischer Parlamentarier zerreist Bibel

Man glaubt es nicht, aber das ist nicht erfunden. Nein, bittere Realität. Und der Mensch provoziert öffentlichkeitswirksam und läßt sich dabei fotografieren. Auf solch eine minderbemittelte Idee kommen nicht einmal moslemische Abgeordnete des Morgenlandes aus der ganz fundamentalistischen Ecke, nun, noch nicht. Aber wer weiß, vielleicht entbrennt bald ein Wettstreit zwischen den Extremisten: wer am bei der Beleidigung anderer Religionen den größten Aufschrei hervorruft. Das dürfte einige christliche Zionisten verschrecken.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Das Morden in Syrien

gewinnt nun mit dem Anschlag auf Assads engsten Kreis einen starken zusätzlichen Impuls. Wer wurde getötet: der griechisch-orthodoxe Verteidigungsminister und der vermutlich alawitische Vizeverteidigungsminister. Nun ja. Da die Aufständischen v.a. einen unbändigen Hass gegen die Regierung haben, zu der auch viele Christen gehören, macht deren Einstellung zu diesen religiösen Minderheiten ziemlich offenbar. Die vielen Kirchen wurden sicher nicht von den Christen selbst zerstört. Die Muslimbrüder verkünden derweil schon ihre blutige Botschaft. Die Angriffe auf Schiiten und einen - natürlich unbewaffneten - alawitischen Fernsehsender, geben einen bitteren Vorgeschmack auf die Zukunft. Der Satndard stellt die Toten pro Monat in einem Diagramm dar.

Sonntag, 15. Juli 2012

Beschneidungsurteil Köln

Radikale Meinungen gibt es (natürlich) in Israel nicht, wie der deutschen Öffentlichkeit so mancher Naivling glauben machen möchte. Es gibt in diesem Land keinen Rassismus, keinen Fremdenhass, keine Vorurteile oder verbissene ethnische Konflikte, keine fundamentalistischen Gedanken und v.a. keine Rachegefühle. Kurz, es gibt in Israel natürlich keine diffusen, wirren Gedanken und vollkommen weltfremde Egozentrik, die einem durchschnittlicher Mitteleuropäer das Grauen lehren. Nein: das perfekte Land frei allen Übels! (Natürlich gibt es viele gute Menschen dort, aber den Anschein zu verbreiten, es gäbe daneben keinerlei Radikalismus, verbiegt die Realität grob.)

Mittwoch, 11. Juli 2012

Die Kastrophe des Rechtsstaats

zieht zunehmend weitere Kreise und tut einen ungeahnten Abgrund von Inkompetenz mitten in der deutschen Gesellschaft auf: "sture Amtsroutine, welche nicht nach links und nicht nach rechts schaut und nicht mitdenkt." Die Titanic-Karikatur trifft den Nagel auf den Kopf: "Es fehlt das Bewusstsein dafür, dass Demokratie Transparenz braucht."

Samstag, 7. Juli 2012

Rundreise Israel/ Palästina - Interessante Reiseziele

einige Spezialtipps zu Reisezielen jenseits der ausgetretenen Touristenwege im Heiligen Land finden sich hier. Außerdem sammle ich in diesem Blog auf der rechten Seite in den Rubriken 'Sonstige interessante Dinge', 'Kulturelles', 'Unmittelbares', 'Touristisches', 'Links zu Religion', 'Links zu Geschichte' und 'Links zu Bildung im Orient' eine Vielzahl einblickreicher und ausgefallener Reiseziele in Israel, in Palästina und den umgebenden Ländern.

Dienstag, 3. Juli 2012

Lesben im Iran

werden im neuen Film von Maryam Keshavarz thematisiert. Der Film trägt den deutschen Titel Sharayet - Eine Liebe in Teheran und im englischen Original "Circumstance". Auf Youtube gibt es Ausschnitte.

Freitag, 29. Juni 2012

Lesben in der katholischen Kirche

Herzlichen Glückwunsch, katholische Kirche, zur menschenverachtendsten und zynischsten Öffentlichkeitsarbeit, die man sich denken kann!!! Zumindest schießt man sich vor lauter geiferndem religiösem Eifer und menschenverachtendem blinden Fundamentalismus gehörig selbst ins Bein!! Glückwunsch! Einen solchen tiefen Treffer muß man erst einmal zustandebringen!!

Montag, 25. Juni 2012

Mursi neuer Präsident Ägyptens

Endlich, DER Schritt zur Demokratisierung Ägyptens ist vollbracht!

Die ARD zeigt weinende, bärtige Männer, die auf dem Tahrirplatz über den Wahlsieg jubeln. Viele bärtige Männer. Und eine Frau wird interviewt, die neben dem selbstverständlichen schwarzen Gewand und Kopftuch auch schwarze Handschuhe trägt. Sie freut sich in die Kamera über den ersten islamischen Präsidenten, der, nach ihren Worten, so gut zu den Armen sein wird! Der ARD-Korrespondent schwafelt von Demokratisierung und blablabla.

Sonntag, 17. Juni 2012

Sicherheit als Illusion

In Israel ist Sicherheit ein großes Thema, vielleicht sogar eines der beim Besuch des Landes als Ausländer dominierendsten und ungewöhnlichsten Themen des israelischen Alltags. Es ist plausibel, daß vor dem israelischen Hintergrund Sicherheit wichtig ist. Man wird dauernd kontrolliert: natürlich im Flughafen, aber auch dem Betreten öffentlicher Gebäude, von Supermärkten, Einkaufszentren, Busbahnhöfen, Bahnhöfen. Die Intensität hängt von der gegenwärtigen Intensität des Konfliktes ab, ist er gerade etwas heißer, so wird man auch beim Betreten von Restaurants und Kneipen kontrolliert. Zurzeit ist die Lage ziemlich entspannt, die Kontrollen sind oft lasch oder finden gar nicht statt, indem der Sicherheitsbeamte (meistens sind es Männer) die Betretenden einfach eintreten läßt. Manchmal will man aber auch den Paß sehen und selten trifft man übereifrige Sicherheitsbeamte, die im Fotografieren von Bahnhöfen oder anderen öffentlichen Gebäuden Terrorismus wittern und entsprechend mit dem Verlangen der Herausgabe des Passes und einem kleinen Standverhör reagieren. Eine Frage, die für den deutschen Durchschnittsbürger eigenartig bis lustig wirkt, ist diese: „? יש נשק “ („jesch neschek?“). „? יש נשק “ heißt nichts anderes als „Hast Du eine Waffe bei Dir?“ – nun, und diese Frage wird früher oder später lustig für das deutsche Ohr. In heiterer Stimmung bin ich manchmal gar fast geneigt, das Experiment einer positiven Antwort zu geben: „Natürlich, ich habe ein Flaggeschütz in meiner Hosentasche!“

Mittwoch, 13. Juni 2012

Über die Zukunft des Zionismus

bestehen in Israel und anderswo geteilte Meinungen, manche (nicht in Israel lebende) Juden sind extrem kritisch.

Sonntag, 10. Juni 2012

Donnerstag, 7. Juni 2012

Der Kampf um Syrien

Der Kampf in Syrien ist auch der Kampf um Syrien, um die Zukunft des religiös vielfältigsten arabischen Landes. Ein Bürgerkrieg. Es ist bis in die Massen- und Boulevardmedien vorgedrungen, daß neben den USA Saudi-Arabien und Katar den (offensichtlich sunnitischen) Rebellen kräftig Waffen und Geld für den Kampf gegen den schiitischen Assad zur Verfügung stellen (andererseits aber abgedankten Diktatoren Asyl gewährt - tja, tja, wie paßt das bloß zusammen??? Und der Teufel Rußland liefert der anderen Seite ebenfalls Waffen - zum Teufel, was trauen die sich nur???). Das Geld ist vom Westen gezahlt für arabisches Öl und Gas, d.h. daß dies ein Beispiel dafür darstellt, wie die Ausgaben für unsere importierte Energie ihren Weg zur "Vertretung" politischer und religiöser Interessen im Nahen Osten finden. Eine offene Unterstützung der Rebellen durch Katar und Saudi-Arabien ist verständlich, folgerichtig und vielsagend, die offene Unterstützung durch die USA dagegen läßt, rational betrachtet, verwundern, wofür es aber auch Erklärungen gibt. Und daß die Aufständischen mit allen Wassern gewaschen sind und selbst nicht zwangsläufig verfechter der Menschenrechte sind, haben sie mit ihrem Überfall auf (sicherlich regimetreue, aber) unbewaffnete Journalisten und der Entführung libanesischer schiitischer Pilger redlich gezeigt. Man will hoffen, daß diese Begebenheiten keinen Vorgeschmack auf das Schlachten in Syrien geben werden, sollte Assad verlieren. Jedoch ist davon auszugehen, daß die jetzigen Aufständischen in ihrer blinden Wut und ihrem Freudentaumel, sollten sie mithilfe saudischen Geldes und amerikanischer Unterstützung gewinnen, zu skrupellosen Schlächtern werden könnten.

Montag, 4. Juni 2012

Schmutzige Methoden der israelischen Armee

sind im April 2012 im Zuge der Untersuchungen der Anschuldigungen gegen ein arabisches Parlamentsmitglied ans Licht gekommen. Offensichtlich benutzt die Armee in Zivil getarnte Soldaten bzw. Angehörige der Metzada-Einheit, einer "Antiterror"-Spezialeinheit des israelischen Gefängnisdienstes, um als friedlich geplante Demonstrationen zu eskalieren, was den einzigen Vorwand für ihr Einschreiten und für die Festnahmen von Demonstranten bietet, denn gegen friedliche Demonstranten hat selbst die moralischte Armee der Welt keine Mittel. Sobald sie aber gewaltätig werden, darf und muß sie einschreiten. In diesem Fall - und wahrscheinlich auch in anderen - hat sich die Antiterroreinheit jedoch als Terroreinheit verdingt. Ein schlechtes Omen für die israelische Demokratie... (falls man das Land überhaupt noch als solches bezeichnen kann)

Donnerstag, 31. Mai 2012

Dienstag, 29. Mai 2012

Kontrollmethoden am Flughafen Tel Aviv

Diese Kontrollen, die auf dem Prinzip des vorhersagenden ("predictive") Profiling beruhen, die neben den allgemeinen Sicherheitsbehörden am Flughafen auch v.a. von der israelischen Fluglinie El Al in extremer Weise angewandt wird, wie in einer wissenschaftlichen Untersuchung ausführlich untersucht wurde. Im Zuge der berechtigen Sicherheitsinteressen werden grundlegende Menschenrechte in einer für westliche Demokratien undenkbare Weise geopfert, wie von Betroffenen im Netz dokumentiert. Israelische Menschenrechtsanwälte haben Versuche gestartet, diese Methoden zu auszuschalten, was leider bislang noch nicht erfolgreich war.

Sonntag, 27. Mai 2012

Lügen der CSU

Wir haben es schon immer gewußt, daß die CSU und ihre Herolde - resp. Berliner Minister - bis über die Zähne in grauester bayrischer Provinzstammtischideologie stecken, die die Lebenswirklichkeit im Rest von Deutschland (noch?) nicht so ganz wahrnimmt, und nun das... Vielleicht war es keine Lüge. Dann ist der Minister offensichtlich nicht (vollständig) Herr seiner Behörde, die vertrauliche Berichte ohne sein Wissen vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin der Springerpresse zustecken. Viel besser ist das auch nicht.

Und er kann's nicht lassen bzw. versteht nichts, nichts, nichts: kostenlose Koranverteilungen qualifizieren seit neuestem zum Angriff auf die Bundesrepublik und die Grenzen sollen sowieso vor dem Pöbel aus dem Osten und Süden geschlossen werden.

Montag, 21. Mai 2012

Samstag, 19. Mai 2012

Samariter - religiöse Minderheit im Heiligen Land

Wenn man sich länger mit dem Heiligen Land beschäftigt hat, ist man sich irgendwann sicher, fast alles zu wissen. Dann klickt man sich durch Wikipedia und entdeckt immer wieder neue Aspekte der Vielfalt und der Widersprüche des Heiligen Landes.

Donnerstag, 17. Mai 2012

Der Nakbatag und die Demokratie

Der Nakbatag wird jährlich gleichermaßen von israelischen Arabern wie auch Palästinensern am 15. Mai gedacht ("nakba" heißt auf arabisch "Katastrophe"). Während die israelische Regierung nicht müde wird, die Bedeutung der Katastrophe (hebr. "ha-Schoa") für das jüdische Volk zu betonen (was sehr wichtig ist, da dieses traumatische Ereignis nicht vergessen werden darf) und v.a. zum eigenen Vorteil politisch auszunutzen (was unlauter, unverantwortlich und ein Mißbrauch der Geschichte ist), gesteht genau diese Regierung Anderen, v.a. den Palästinensern, nicht das Gleiche zu, d.h. der Katastrophe für ihr Volk/ ihre Gemeinschaft zu gedenken. Dabei ist die Frage des Vergleichs der beiden Katastrophen, welche schwerer war, vollkommen irrelevant. Das Ausschlaggebende ist die Wahrnehmung des Ereignisses innerhalb der Gemeinschaft und dies ist in beiden Fälle die einer Katastrophe. Die Katastrophen beider großen Bevölkerungsgruppen innerhalb Israels wie auch des jüdischen Israels und der Palästinenser, so verschieden sie sein mögen, müssen der Gerechtigkeit halber in ihrem Vaterland sowohl von der politischen Klasse als auch von beiden gesellschaftlichen Gruppen bzw. beiden politischen Einheiten und Gesellschaften gegenseitig anerkannt werden, sonst kann von Gleichberechtigung und gleicher Teilhabe an einem Staat bzw. einer nachhaltigen Versöhnung keine Rede sein.

Dienstag, 15. Mai 2012

IDF - die moralischste Armee der Welt

, wie israelische Politiker gern und stolz verkünden, hat mitnichten die Moral, die sie gern haben sollte, wie durch unabhängige Journalisten, die für israelische Menschenrechtsorganisationen arbeiten, und israelische Medien dokumentiert und auch eine Reihe ehemaliger Rekruten bestätigt wird. Diese haben sogar eine eigene Menschenrechtsorganisation gegründet, die in Deutschland unter 'Breaking the Silence' bekannt ist und regelmäßige sowohl hebräisch- als auch englischsprachige Führungen durch Hebron anbietet. (Natürlich verteidigt die IDF den Staat Israel und hat damit in der Gesellschaft eine wichtige Rolle inne. Unter dem Eindruck des langjährigen politischen Konfliktes, der mit zunehmender ideologischer Schärfe ausgetragen wird (siehe die Extremisierung auf beiden Seiten, auf der palästinensischen Seite in Form der Hamas und auf der israelischen Seite in Form des Rechtsrucks in der Gesellschaft, der sich in der gegenwärtigen Regierungsbesetzung deutlich zeigt), hat aber auch diese Armee eine Reihe ihrer ursprünglichen Prinzipien wenn nicht aufgegeben, sodann zumindest erheblich aufgeweicht. Sie ist von einer Verteidigungs- zu einer Besatzungsarmee geworden, mit welchen Grenzüberschreitungen das auch immer verbunden ist. Unter anderem scheint die IDF federführend in der Bekämpfung (israel- und besatzungs-) kritischer palästinensischer Menschrechtsorganisationen zu sein, womit sie - aus demokratischer und rechtsstaatlicher Perspektive - eine sehr bedenkliche Rolle spielt).

Eine moralische Armee attackiert sicherlich nicht friedliche Demonstranten in brutalster Weise oder beschlagnahmt vollkommen willkürlich und ohne jegliche rechtliche Anordnung Privateigentum wehrloser Familien oder erschießen absolut grundlos, einfach beliebig Palästinenser. Eine moralische Armee versucht auch im öffentlichen Interesse nach besten Kräften, Konfrontationen zu vermeiden, anstatt die Mit-Maschinengewehren-Bewaffneten gegen die Steinewerfer zu "schützen" oder gar bis an die Zähne bewaffnet palästinensische Kinder zu jagen oder (friedlichen!) Demonstranten mit Vergewaltigung zu drohen... Und sie scheint mit allen Mitteln zu versuchen, ein gewisses (und allerdings hoffnungslos geschöntes) öffentliches Bild von sich zu erzeugen, was (zum Glück) manchmal nach hinten losgeht...

Sonntag, 13. Mai 2012

Übereifrige Demokratie

Da verbietet die israelische Regierung internationalen Aktivisten die Einreise mit dem Hinweis, daß sie die Sicherheit gefährden würden etc., und bekommt viel, viel (für das Außenbild Israels sehr unschöne) Medienaufmerksamkeit und nicht nur in der linken Presse... Und sie gibt ihnen für die Rückreise vor den Landesgrenzen nettgemeinte, aber vollkommen nach hinten losgehende Briefe in die Hand...

Freitag, 11. Mai 2012

Saul Lande und die Nazis

- eine surreale Geschichte, die Haaretz dokumentiert. Sie berichtet, wie ein palästinensischer Jude 1938 unter den Nazis einige Tage nach der Kristallnacht die Doktorwürde bekam: die Wanderausstellung 'Anwalt ohne Recht'.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Geldwechsel Flughafen Tel Aviv

ist für den, der sich mit etwas Inlandswährung eindecken möchte, offensichtlich kein gutes Geschäft.

Montag, 7. Mai 2012

Ethnische Konflikte in Israel

bestehen vor allem in sozialen und gesellschaftlichen Konflikten zwischen verschiedenen Abstammungs- und Kulturgruppen der heutigen jüdischen Bewohner Israels, nämlich den Aschkenasim, den europäisch-stämmigen Juden, will heißen deren Vorfahren für Jahrhunderte bis fast 2 Jahrtausende in Nord-, Mittel- und Osteuropa in der Diaspora lebten und den Mizrahim, deren Vorfahren im Morgenland, im Orient, d.h. vor allem dem arabischen Nordafrika und Nahen und Mittleren Osten, lebten. Die gegenwärtige Lage der äthiopischen Juden in Israel ist ein leider sehr lebendiges Beispiel für die Vielfalt und die Schwere dieser gesellschaftlichen Probleme.

Samstag, 5. Mai 2012

Unbekanntes Israel (unknown Israel)

Die Vielfalt des Landes, seine Besonderheiten und Widersprüche werden mit vielen denkenswerten Gedanken und interessanten kulturellen Ein- und Innenansichten auf einer Rundreise eines einheimischen Journalisten gezeigt:

Die Septemberreise
Die Weihnachtsreise
Die Rundreise

Donnerstag, 3. Mai 2012

Israelische vs. amerikanische Juden

haben durchaus (sehr) verschiedene Sichten auf diese Welt, was ich schon vor einigen Monaten thematisiert habe. Daher ist die oft vermutete blinde Unterstützung der USA, die "Allmacht" der israelischen bzw. jüdischen Lobby in den USA differenziert zu betrachten. In diesem Zusammenhang ist die Entfremdung einiger Israelis von ihrem Land und die Entfremdung amerikanischeer Juden vom Zionismus aktueller israelischer Ausprägung interessant. Einige finden Zuflucht nach dem "Abstieg" (ירידה) in Berlin, die meisten aber in den USA. Angesichts höherer Sicherheit, oft wesentlich geringeren Lebenshaltungskosten und einem höheren Lebensstandard dort, werden deren Kinder wahrscheinlich nicht zurückkehren. Dieser Artikel (und auch die Kommentare unter ihm) geben einen Einblick die mögliche Beweggründe, die zu einer Auswanderung führen können.

Nachtrag im Juli 2012: es ist mitnichten der Fall, daß es in den USA eine "jüdische (Welt-) Verschwörung" geben würde. Glücklicherweise gibt es in den USA sehr unterschiedliche politische Meinungen trotz der dortigen politischen Überpolarisierung und wahnwitziger Ankündigungen, Geldmengen zu Wahlspenden zu machen, die jedes gesunde maß weit übersteigen und sich etwa auf das Bruttozialprodukt der Falklandinseln beläuft. Danke, Sarah!

Dienstag, 1. Mai 2012

Rabbi Yisrael Abuhatzeira

, auch Baba Sali genannt, wird von vielen in Israel verehrt.

Montag, 30. April 2012

Roma in Europa

haben sind einer unerträglichen Lage ausgesetzt, ob in Ungarn, Serbien, Frankreich oder Italien. Kaum ein Land tut sich dabei positiv hervor... Die EU verkündet viel, doch tatsächlich tut sich wenig. Ein unglaubliches Armutszeugnis für Europa.

Samstag, 28. April 2012

Christentum im Morgenland

Religion aus dem Morgenland. Doch sind die Zukunftsaussichten schlecht, wie der österreichische Standard berichtet und eine sehr anschauliche Karte dazu entworfen hat (deren Zahlen gerade für die arabische Halbinsel allerdings eigenartig hoch erscheinen, z.B. wo sollen die 41.000 Christen im Jemen leben? Ziemlich unplausibel...).

Donnerstag, 26. April 2012

Günter Grass: Nachbeben

Israel verhängt tatsächlich ein Einreiseverbot und erntet damit viel Kritik von deutscher und israelischer Seite und macht sich damit nicht nur zum Spott, sondern offenbart damit auch gewisse demokratische Probleme in der Führung des Landes vor der ganzen Welt. Im folgenden findet sich eine Liste von Aspekten der medialen Nachbeben zur "Cause Grass" (und hier einige interessante Gedanken eines in der jüdischen Tradition stehenden nichtisraelischen Juden):

Dienstag, 24. April 2012

Nichts neues aus der Anstalt

Die einen sind wütend, protestieren und werfen Steine, da sie sich nicht mit dem Unrecht zufriedengeben. Die anderen reagieren mit Waffen darauf, was legitim erscheint, aber womit sie das Problem sicher nicht lösen, sondern nur mehr Frust erzeugen, der beim nächsten Anlaßauf sie zurückfallen wird. Dritte besetzen mir-nichts-dir-nichts Häuser, werden aber durch den Staat von der Unrechtmäßigkeit "überzeugt". Und so grüßt täglich das Murmeltier, immer aufs neue und aufs neue und aufs neue...

Sonntag, 22. April 2012

Freitag, 20. April 2012

Administrative detention

ins Deutsche wahrscheinlich am besten als Vorbeugehaft oder Vorbeugearrest übersetzt (wörtlich: "Verwaltungsarrest"), ist eine rechtsstaalich sehr fragwürdige Einrichtung des israelischen Rechtssystems und wirft dunkle Schatten auf dasselbe. Ein solches Verfahren wäre in Deutschland oder der EU gänzlich undenkbar, doch wendet Israel es mit dem Hinweis auf die nationale Sicherheit in größerem Ausmaß an. Wie ein Bericht der UNICEF zeigt, ist allerdings Israel bei weitem nicht der einzige Staat, der dieses zweifelhafte Verfahren anwendet, das von Menschenrechtsorganisationen weltweit stark kritisiert wird. Beispiele gibt es viele.

In den ersten Monaten 2012 gab es mehrere Vorkommnisse, in deren Ergebnis mehrere derart festgehaltene Palästinenser (Khader Adan oder Hana Shalabi) in einen mehrwöchigen Hingerstreik traten und letztendlich eine Freilassung erwirken konnten, wobei die israelischen Militärbehörden, wie im Fall Shalabi, die Person nach Gaza abschob, obwohl sie bislang im Westjordanland wohnhaft war, und somit Gaza im Grunde zur Gefängisinsel erklärte.

Donnerstag, 19. April 2012

Mittwoch, 18. April 2012

Der Tag Deutschland's in Israel

Der Tag, an dem die Worte "deutsch", "Deutschland" und "Deutsche" (auf Hebräisch) sehr oft fallen und viele deutsche Worte gesprochen werden, ist kein guter Tag. Es wäre besser, wenn es nicht nötig wäre, in Israel an diesem Tag so viel über Deutschland und soviel Deutsch zu sprechen. Die deutschen Worte sind v.a. die Namen der Konzentrationslager. Und die Worte werden im Rahmen des Holocaust-Gedenktages in Israel am 27. Tages des jüdischen Monats Nisan jedes Jahres (offiziell: Jom Ha-Schoa - יום הזיכרון לשואה ולגבורה; "Holocaust and Heroism Remembrance Day", der auch in anderen Ländern stattfindet) oft wiederholt: im Gedenken an das beispiellose Verbrechen, das die Deutschen über die europäischen Juden gebracht haben und den heldenhaften Widerstand der Juden dagegen. "Schoa" bedeutet "Katastrophe" auf Hebräisch. Deshalb sollte der Tag ursprünglich auf dem Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto liegen, wurde aber aus religiösen Gründen letztendlich verschoben. Der Gedenktag wird nach dem zweimütigen Sirenensignal 10 Uhr am Vormittag beschlossen durch eine Zeremonie im Haus der Ghettokämpfer, im Norden Israels zu der 10.000 Anwesende erwartet werden

Ein sehr trauriger Tag, der an die Tragödie des 20. Jahrhunderts erinnert, die v.a. von Deutschen verübt wurde und unter der vor allem Juden aufgrund der absolut kranken Theorien Hitlers und seiner Knechte zu leiden hatten. Aber er erinnert und ehrt vor allem die unter denen, die Opfer werden sollten, und im Allgemeinen die Widerstand gegen diese menschenverachtende Ideologie geleistet haben, die von deutschem Boden und deutschen Köpfen in die Welt getragen und "umgesetzt" wurde. Er bedeutet vor allem leid- und schmerzvoller Erinnerungen an die Jugendzeit der noch lebenden Überlebenden und schmerzvolle Erinnerung an die Verwandten und das abstrakte Gedenken an einen unerhörten Völkermord. Und es ist ein Tag der für ein Ereignis steht, das sehr komplexe und langanhaltende Folgen hatte und so heute noch die Identität vieler Juden und vor allem das Staates Israel maßgeblich beeinflußt. 

Rassismus im Fußball

taucht mit Regelmäßigkeit in Deutschland auf, so daß die Vereine sich einerseits zu expliziten politischen Aussagen wie "Rassismus hat beim FCK keinen Platz" gedrungen sehen (das sollte ohnehin selbstverständlich sein!), aber das Problem andererseits entweder nicht wahrhaben wollen oder zu lösen (gewillt oder) im Stande sind. Um entsprechende "Meinungs"-äußerungen zu vernehmen, muß man kein jüdisch-israelischer oder dunkelhäutiger Spieler sein. Es reicht auch, wenn man Migrationshintergrund hat.

Samstag, 14. April 2012

Der behauptete Rassismus Israels

- den gibt es natürlich nicht! Er ist bloß erfunden von hirnlosen Antisemiten und Antizionisten, wie der Professor Gottschlich der Welt in seinem brillianten Beitrag in "Die Presse" eröffnet. Und weiter: "Es war der österreichische Schriftsteller Jean Améry, der die deutsche, dem Antizionismus verpflichtete Linke schon in den I970er-Jahren daran erinnerte, dass sich hinter dem Aushängeschild des Antizionismus in Wahrheit nichts anderes als der alte Antisemitismus verberge. Der Antisemitismus sei im Antizionismus, so Améry, „wie das Gewitter in der Wolke“ enthalten. Nur weil er sich als Antizionismus tarne, sei aber der Antisemitismus keineswegs „ehrbarer“, so Améry." Wer ist dieser Schriftsteller, daß er eine in diesem Bereich ernstzunehmende analytische Autorität sein soll? Noch nie gehört den Namen... aber zumindest bei Wikipedia hat er einen Artikel.

Donnerstag, 12. April 2012

Ostern in Jerusalem

konnten die einheimischen, d.h. die palästinensischen Christen nur sehr eingeschränkt und mit großen Hindernissen feiern (obwohl die aus dem Ausland zureisenen Mitgläubigen bzw. den jenseits (westlich) der Mauer wohnenden keinen Einschränkungen ausgesetzt sind), worüber interessanterweise kaum ein deutsches Medium berichtet, obwohl es international und in Israel und Palästina durchaus (wenn auch begrenzt) thematisiert wird. Aber die armen deutschen Journalisten sind halt irgendwie auf einem bestimmten Auge blind (Überraschung! Überraschung!), wie die erschreckend uniforme Reaktion auf Grass nur zu deutlich gezeigt hat. Sogar iranische Propagandaseiten nehmen sich (natürlich klar aus niederen ideologischen Gründen) dem Thema an - das iranische Regime als Kämpfer für die Menschenrechte der palästinensischen Christen - selten so etwas Lachhaftes gesehen... mindestens ebenso lächerlich wie die Aussagen der Lügner der israelischen Hasbara...

Dienstag, 10. April 2012

Shministim (שמיניסטים)

oder Refuseniks (Auszüge auf Google Books) sind israelische Kriegsdienstverweigerer. Mutige Jugendliche, die sich allein ihrem Gewissen verpflichtet sehen. Es gibt sogar einen eigenen Wikipediaeintrag zu diesem Thema und einen eigenen Internetauftritt: http://www.whywerefuse.org/. Verständlichermaßen hat der israelische Staat ein mehr oder minder großes Problem mit einer solchen Einstellung.

Zwei Bücher sind zu diesem Thema erhältlich:
Refusenik!: Israel's soldiers of conscience
Breaking Ranks

Sonntag, 8. April 2012

Israelische Kriegsdienstverweigerer

werden mit Haftstrafen bedacht - das ist die normale und vollkommen legale "Antwort" der israelischen Regierung auf derartige politische Meinungsäußerungen. Und das mehrmals für einige Tage oder Wochen, Monate, bis zu zwei Jahren. Einschüchterung der eigenen Bürger so gut es geht. Das ist aus der Sicht der israelischen Regierung nachvollziehbar, denn würde sich eine solche Einstellung ausbreiten, könnte es zu einer Situation kommen, in der der israelischen Armee - überspitzt gesagt - nicht mehr genug Knechte zur Besetzung des Westjordanlandes zur Verfügung stehen. Das wäre in der Tat ein Problem. Andererseits hält ebendiese Armee die Verweigerer zu Lügen an, was das kritische Bild des Zustands des Landes sicher nicht verbessert...

Freitag, 6. April 2012

Günter Grass und die Medien

Grass hat eine Lawine losgetreten, die immer noch an Fahrt aufnimmt. Die Journalisten überschlagen sich mit Berichterstattungen, Hintergründen, "Faktenchecks" etc. (seit wann werden die "Fakten" eines Gedichts geprüft?!)

Die ARD stellt fest: "Reaktionen auf umstrittenes Gedicht
Wen interessiert in Israel die Meinung von Grass?
In Deutschland schlägt das Grass-Gedicht hohe Wellen, in Israel wird es allenfalls am Rande zur Kenntnis genommen."

Georgische Juden

und ihr Leben werden in der Ha-Aretz dokumentiert. Sie haben, wie viele (ehemalige) jüdische Gemeinden der Diaspora eine lang zurückreichende Geschichte, von der nicht mehr viel über geblieben ist.

Mittwoch, 4. April 2012

Günter Grass: Was gesagt werden muss

Grass hat ein klares und ehrliches Gedicht über eine, wie er richtig erkannte, "vom Wahn okkupierte Region“ geschrieben. Vielleicht ist der Rückgriff auf den Weltfrieden und die "Auslöschung" des iranischen Volkes etwas hoch (aber durchaus als Übersteigerung unter "dichterische Freiheit" buchbar), aber im Kern trifft das Gedicht den Nagel auf den Kopf. Und die deutschen Medien, Politiker und andere Meinungsmacher ergötzen sich umgehend an solchem "versteckten/ sekundären Antisemitismus" (ähnlich wie bei der Friedenspreisverleihung an Mitri Raheb, der von Robbe und ähnlichen Ideologen umgehend als Antisemit erkannt wurde):

Oftgelesen im letzten Monat

Oftgelesenes